Die Logs laufen nun von allen PVEs (an beiden Standorten), der lokalen Netbox-Instanz und dem lokalen Technitium-Server bei Loki zusammen. Der Technitium-Server am anderen Standort kann jedoch seine Logs aktuell noch nicht an Loki (läuft in meinem Heimnetz) schicken. Bei den anderen Instanzen war dies kein Problem, denn Tailscale ist auf allen PVEs installiert und fungiert mit den beiden TS-Subnet-Routern als Transportschicht ins entfernte Subnetz.
Auf meinen Technitium-Servern möchte ich kein Tailscale installieren, daher bleibt mir nur der Trick mit dem Tailscale-Tunnel, diesmal jedoch in die andere Richtung. Das ist eh nicht verkehrt, den Weg zusätzlich einzurichten, ich kann damit jederzeit weiteren Geräten/LXCs/VMs eine Verbindung ins jeweils andere Subnet geben, ohne extra Tailscale installieren zu müssen. Ich habe auch bereits einen Weg gefunden, solche Routen in Netbox abzubilden, das werde ich aber erst angehen, sobald die Fernsteuerung per Ansible funktioniert.
Zunächst lege ich in den Tailscale-ACLs einen neuen Host namens loki an und weise ihm die tatsächliche LAN-IP-Adresse zu. Ich muss zusätzlich eine neue Action in den ACLs definieren. Die Änderungen in den ACLs sollten anhand der Screenshots selbsterklärend sein.
Nun trage ich die Route vom externen Technitium-Server (dns-giesing) in mein Heimnetz ein. Ich wechsele dazu in die Shell von dns-giesing und setze zunächst eine temporäre Route. Wenn es funktioniert, mache ich die Route persistent.
ip route add 192.168.2.0/24 via 192.168.3.67
Die IP-Adresse 192.168.3.67 gehört dem LXC mit Tailscale, das als Tailscale-Subnet-Router und Exit-Node im entfernten Subnetz fungiert. Mit
ip route show
kann man die aktuell gesetzte Route kontrollieren.
Nur zum Spaß teste ich einen Ping bereits vor der iptables-Regel auf dem TS-Subnet-Router hier im Heimnetz und stelle entsetzt fest, dass der Ping bereits jetzt durchgegangen ist… Ich vermute, das liegt an den TS-eigenen Masquerading-, SNAT- und sonstigen Geschichten, die da im Hintergrund laufen. (Hier steht die Erklärung, SNAT war die richtige Vermutung) Ich setze auf dem TS-Subnet-Router in meinem Heimnetz die iptables-Regel mit Masquerading trotzdem. Die Verbindung sollte dann auch noch funktionieren, wenn ich irgendwann mal etwas an der globalen Tailscale-SNAT-Einstellung ändere.
iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -s 192.168.3.0/24 -j MASQUERADE
Der Ping geht nun vom entfernten Technitium-LXC zu meinem lokalen Loki-LXC.
Optimal! Nun mache ich noch die Änderungen persistent, auf dem LXC im Heimnetz mit dem TS-Subnet-Router.
apt install iptables-persistent -y netfilter-persistent save
und auf dns-giesing (Technitium) noch die Route fest in die /etc/network/interfaces eintragen:
auto lo iface lo inet loopback auto eth0 iface eth0 inet static address 192.168.3.2/24 gateway 192.168.3.1 post-up ip route add 192.168.2.0/24 via 192.168.3.67



