Donnerstag, Oktober 8, 2026

DIY Bau eines 3D Druckers - Voron 2.4 - Vorüberlegungen

Ich habe bereits seit einigen Jahren einen 3D-Drucker von Prusa. Der Drucker (MKS3+) gilt als robustes Arbeitspferd, ist aber technisch inzwischen etwas in die Jahre gekommen.

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Die Druckqualität und das Tempo ließen sich durch ein Upgrade mit hochauflösenden NEMA Steppermotoren noch etwas verbessern, aber grundsätzlich ist bei dieser Modellreihe irgendwann Schluss. Außerdem bleibt der Druckraum bei maximal 25 x 21 x 22 cm begrenzt, neue Motoren hin oder her. Obwohl ich Prusa als Unternehmen mit Sitz in Europa (nähe Prag, schöne Stadt, nebenbei bemerkt!) sehr schätze, ist mir das Highendsegment mit einem größeren Druckraum für meine Hobbyanwendungen einfach zu teuer. Ein fertiger Drucker aus China wäre zwar dtl. billiger als ein fertiger Drucker von Prusa, kommt aber wegen nachträglich eingeführtem Cloud(Klau)zwang und möglichem/wahrscheinlichem Diebstahl geistigen Eigentums nicht infrage. Drucker von Bambu Lab stechen hier besonders negativ hervor.

Zum Glück gibts da eine Opensource Alternative, namens Voron. Die Baupläne werden von Hobbyisten gepflegt und weiterentwickelt, die Einzel- und Ersatzteile sind überall gut verfügbar und werden es auch in Zukunft bleiben und der Preis ist bei so einem Eigenbau aus Standardkomponenten natürlich unschlagbar. Zusätzlich belegen Vorondrucker bei Tests regelmäßig Spitzenplätze und halten derzeit (Stand meines Wissens) auch den Geschwindigkeitsrekord beim FDM 3D-Druck. So schnell wie in dem Video (inzwischen schaffen manche Enthusiasten den Benchy in unter 1 Minute!!!) muss es gar nicht sein mir würde die 1/5-1/10 der Geschwindigkeit (je nach Projekt) bereits ausreichen. Bei so einem Drucker ist man natürlich auch zu 100% auf sich alleine gestellt, da es keine Firma gibt, deren Support man mit seinen Fragen terrorisieren könnte.

Es stehen mehrere Modelle bei Voron zur Auswahl und ich dachte mir, wenn ich den Aufwand schon betreibe, dann lasse ich mir natürlich das Deluxe Modell Voron 2.4 mit 35×35x35cm Bauraum raus ;) Praktischerweise gibt es auf der Homepage von Voron einen Konfigurator der, je nach Größe, eine passende Einkaufsliste (inklusive möglicher Bezugsquellen) generiert. Die Einkaufsvorschläge für die Komponenten sind für Deutschland meist nicht optimal, daher werde ich hier in einem der nächsten Beiträge u.a. festhalten, wo ich welche Komponenten gekauft habe. Ich stehe mit keinem der Läden in Kontakt oder werde hierfür bezahlt. Ich habe auch keine der Einzelteile umsonst bekommen. Es ist daher auch nicht unbedingt als Empfehlung zu verstehen, sondern dient primär mir als Gedächtnisstütze. Falls es manche Einzelteile woanders billiger gibt, wäre daher ein Hinweis sehr nett. Theoretisch gib es bei der Größe kein Limit, wie bereits der großartige Ivan Miranda gezeigt hat. Die KI Claude kalkuliert für das Projekt mit 35×35x35cm ca. 1100-1900 € und ich hoffe, dass ich mich eher im unteren Bereich bewegen werde.
Ich habe mir vor ein paar Jahren mal eine kleine CNC für einen Dremel gebaut. Das hat anfangs sogar funktioniert… allerdings habe ich beim Abrichten einer Holzplatte nicht bedacht, dass der Dremel vielleicht durch Überforderung zu brennen beginnen könnte.

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Der Dremel hat sich schließlich bei der Hälfte des Jobs mit einem Rauchwölkchen verabschiedet und ich habe das CNC-Gerät seitdem nicht mehr angefasst. Für eine größere Spindel ist das Ding einfach viel zu windig, für einen Laser nicht präzise genug und die meiste Freude hatte ich eh durch den Lerneffekt beim Zusammenbau. Die Reste kann ich nun gut für den Voron verwerten. Damit ich ein Andenken an den CNC Bau nach den Plänen von Nikodem Bartnik behalte, lasse ich das Foto in diesem Beitrag stehen.

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