Ich bin immer noch damit beschäftigt, die Geräte aus dem zweiten Subnetz in NetBox einzupflegen. Ich nutze inzwischen auch noch ein anderes Skript von Peter Eckel, mit dem man die DNS-Namen aus der Zone auf neu eingepflegte IP-Adressen übertragen kann. Das spart etwas Tipparbeit. Wenn das Skript läuft, habe ich nur zwei Unterscheidungskriterien: DNS-View (Pflichtfeld, hier habe ich nur einen Wert und es kommt kein neuer dazu) und VRFs, welche bisher noch leer waren. Ich würde das Skript gerne auf eines der beiden Subnetze beschränken, denn ohne VRFs läuft das Skript immer über alle DNS-Zonen.
VRFs (Virtual Routing & Forwarding) sind scheinbar Objekte in NetBox, die z. B. ein Subnetz (als Prefix), IP Adressen, aber auch Routing-Informationen zu anderen VRFs beinhalten können. Das scheint genau das zu sein, was ich später sowieso noch für die Abbildung der Überlappungen des Tailnets in beide Subnetze brauchen könnte.
Ich habe also VRF Standort 1 mit Subnetz 1 und allen korrespondierenden IPs verknüpft, VRF Standort 2 mit Subnetz 2 & IPs und VRF Tailscale mit den Tailscale IP Adressen von denen ich zu Testzwecken einige manuell angelegt habe. Werde ich vermutlich bald merken, ob das so richtig ist….
Donnerstag, Juli 16, 2026
Netbox - VRFs
Mittwoch, Juli 15, 2026
Netbox - Einrichtung eines Tailscale Tunnels in ein entferntes Subnetz (z.B. für Zonentransfer)
Der Zonentransfer im LAN hat gut geklappt, allerdings kann ich die Zone von dem DNS-Server aus dem entfernten Subnetz (noch) nicht abrufen, da das NetBox-LXC ja keine Verbindung zum anderen Standort hat. Tailscale will ich in dem LXC mit NetBox nicht installieren, also musste ich etwas tricksen.
Ich hatte in beiden Subnetzen bereits ein eigenes LXC mit Debian 13 und Tailscale installiert. Beide LXCs fungieren am jeweiligen Standort als Tailscale Subnet Router und Exit Nodes. Gestartet wurden die beiden mit
# auf ts-subnet-standort1 tailscale up --accept-routes --advertise-exit-node --advertise-routes=192.168.2.0/24 # auf ts-subnet-standort2 tailscale up --accept-routes --advertise-exit-node --advertise-routes=192.168.3.0/24
NetBox läuft im Subnetz 192.168.2.0/24 und soll den DNS-Server mit der IP 192.168.3.2 über einen Tunnel zwischen den beiden LXCs erreichen können. Damit die IP-Pakete bei der Rückantwort von Standort 2 an Standort 1 wieder zur richtigen IP-Adresse (von NetBox) zurückgeleitet werden, braucht es noch eine Masquerading-Regel in iptables. In der Shell des TS-Subnet-Router-LXCs an Standort 2 setze ich die notwendige Regel zunächst temporär
iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -s 192.168.2.0/24 -j MASQUERADE
persistent machen mit
apt install iptables-persistent -y netfilter-persistent save
Nun muss man die ACLs in Tailscale ein bisschen ergänzen. Die beiden Geräte müssen mit der jeweiligen LAN-IP eingetragen werden, in meinem Fall muss der Teil mit hosts folgendermaßen ergänzt werden
"hosts": {
"netbox": "192.168.2.102",
"dns-giesing": "192.168.3.2"
}
Man muss auch noch eine neue “action” bei den Tailscale-ACLs anlegen
{
"action": "accept",
"src": ["netbox"],
"dst": ["dns-giesing:*"]
}
Das Prinzip ist ziemlich cool, weil ich einfach bei hosts und der neu angelegten action weitere Geräte aus dem Subnetz von Standort 2 eintragen und so NetBox darauf Zugriff geben kann. Zu guter Letzt muss ich noch in dem NetBox-LXC die Route ins Subnetz 192.168.3.0/24 eintragen. Temporär zu Testzwecken reicht bis zum nächsten Reboot ein
ip route add 192.168.3.0/24 via 192.168.2.128
Ich habe die Route gleich fest in die /etc/network/interfaces eingetragen, diese sieht nun so bei mir aus
auto lo iface lo inet loopback auto eth0 iface eth0 inet dhcp post-up ip route add 192.168.3.0/24 via 192.168.2.128
Die IP-Adresse 192.168.2.128 ist in dem Beispiel die IP-Adresse des LXC mit Tailscale, das bei mir zuhause als Subnet Router fungiert. Wenn alles geklappt hat, sollte man aus dem NetBox-LXC den DNS-Server am entfernten Standort anpingen können. Wie man auf dem Screenshot sieht, läuft kein Tailscale in dem NetBox-LXC.
Den Zonentransfer muss man bei dem zweiten Technitium-Server auch erlauben, in dem Fall ebenfalls für das eigene Subnetz (192.168.3.0/24), da es für Technitium an Standort 2 so aussieht, als ob die Anfrage von dem Tailscale-LXC von Standort 2 kommt. Der Import der zweiten Zone hat somit ebenfalls ausgezeichnet geklappt.
Netbox - DNS Zonentransfer von Technitium in Netbox
Nach kurzer Recherche habe ich vom Macher (Peter Eckel, besten Dank an dieser Stelle) der DNS und DHCP Plugins für Netbox diese Scripte gefunden. Als erstes will ich mit dem Script
AXFR_Importer.py
meine bestehende DNS Zone von Technitium in Netbox zu importieren. Der nächste Schritt wäre dann, die DNS Änderungen die ich zukünftig nur noch in Netbox vornehme, in die andere Richtung auf den Technitium-Server zu übertragen. Das wiederhole ich mit dem Technitium-Server am zweiten Standort und habe ab diesem Zeitpunkt hoffentlich nie wieder DNS Probleme durch Fehlkonfiguration.
In Technitium erlaube ich bei den Zone Options zunächst den Zonentransfer zu allen Geräte in meinem Subnetz.
als nächstes muss das Script für den Import der Zone in Netbox eingefügt werden. Ich musste zuvor noch eine weitere Bibliothek (dulwich) nachinstallieren.
Nun kann ich das Repository von Herrn Eckel als Datenquelle für Scripts hinzufügen,
nach einem Klick auf Synchronisieren sollte keine Fehlermeldungen mehr erscheinen. Das Script kann ich nun einbinden, als Datenquelle gebe ich hier, das zuvor hinzugefügte Repo von Peter Eckel an. Als Datei wähle ich die oben erwähnte AXFR_Importer.py aus. Ich binde lieber das Repo ein, statt einfach nur die .py Datei hochzuladen (in dem Fall darauf achten, die raw Version runterzuladen) für den Fall, daß das Script irgendwann mal ein Update bekommt, kann ich die neue Version mit einem Klick direkt von Github aktualisieren.
Wenn man das Script nun ausführt öffnet sich ein neues Fenster in dem ich die zu übertragende DNS Zone und die IP Adresse des korrespondierenden (Technitium-)DNS-Servers angeben muss. Die Warnung bzgl des TSIG Schlüssel kann ich ignorieren, da ich zuhause (noch) keinen solchen Schlüssel nutze. Das Script bricht beim ersten Durchlauf zunächst mit einem Fehler ab und schon sehe ich den ersten Vorteil. Das Script importiert die Zone nur, wenn dort alles korrekt eingerichtet ist. Bei mir wird bemängelt, das in meiner Zone weder der SOA noch dem NS einen FQDN hat. Ich hatte bei beiden Einträge nur den Hostname gesetzt ohne den Rest. In der Tat habe ich hier scheinbar geschlampt (easy to learn, but hard to master) und es ist sehr schön, daß der Fehler nun aufgefallen ist und umgehend bei beiden Einträgen in Technitium korrigiert werden konnte. Der nächste Versuch schlägt wieder fehl, nun wird ein inkorrekter Hostname bemängelt.
Das ist scheinbar mein E-Golf, Volkswagen scheint genauso wie ich nicht gewusst zu haben, daß Unterstriche in DNS Namen explizit nicht erlaubt sind. Die Unterstriche werden nun umgehend in Bindestriche umgeändert. Man kann das Script scheinbar problemlos wiederkehrend aufrufen und so die Zoneneinträge regelmäßg prüfen (nope, das Script lässt sich nur einmal ausführen. Man müsste es selbst dahingehend erweitern). Aus meiner Sicht ist ein sehr großer Teil der sogenannten Netzwerkprobleme auf DNS Fehlkonfigurationen zurückzuführen und deswegen ist so ein Check Gold wert. Ein dritten Versuch ist schließlich erfolgreich
und alle Einträge wurden scheinbar übernommen 😎
Das ist schonmal ganz ausgezeichnet, ich werde den Beitrag noch ergänzen (z.B. PTR Einträge) sobald ich mit meinen Tests etwas weiter bin.
Netbox - Installation von Plugins
Inzwischen habe ich eines meiner beiden Subnetze manuell in Netbox eingepflegt. Das war eine ziemliche Klickerei und ich denke ich habe das Prinzip nun für alle Zeiten verinnerlicht. Bei meinem zweiten Subnetz möchte ich mir diese Arbeit nicht mehr machen, daher werde ich mal die beiden Netbox Plugins DNS & DHCP testen. Ich hoffe, daß ich damit den zweiten Technitium-Server irgendwie “automagicly” auslesen und beschreiben kann. Neulich hat mir jemand bei Discord erklärt, daß Anleitungen nur für Looser sind, daher installiere ich die beiden Plugins einfach mal und lese die Anleitung erst dann, wenn ich nicht mehr weiter komme. Das dürfte vermutlich in spätestens 15 Minuten der Fall sein. 😁
Die Installation der beiden Plugins und vermutlich aller weiteren erfordert ein bisschen Handarbeit.
Da Netbox bei mir in einem Proxmox LXC läuft, kann ich die Befehle von der jeweilgen Pluginbeschreibung einfach in der Proxmox Shell des LXCs mit Netbox der Reihe nach ausführen.
Wenn alles geklappt hat sollte ein neuer Reiter names DNS bei Netbox auftauchen und bei Plugins ein grüner Haken bei dem Plugin DNS auftauchen.
Das Gleiche werde ich noch mit dem DHCP Plugin machen. Ich bin schon gespannt zu erfahren, ob ich die Anleitung brauchen werde.
Nachtrag: 2 Minuten, ich bin scheinbar ein Looser 😂
Dienstag, Juli 14, 2026
Empfehlung: Dashy (LXC)
Gerne möchte ich in dem Blog auch auch ein paar meiner alltäglichen Helfer vorstellen. Das von mir vermutlich am meisten genutzte Tool ist das konfigurierbare Dashboard “Dashy”. Anbei 2 Screenshots
Ich nutze Dashy primär für den Zugriff auf die Weboberflächen meiner ganzen LXCs und VMs und ist als Startseite in allen Browsern eingerichtet. Man kann es für Proxmox mit einem Klick über die community-scripts.org beziehen und ist mit tailscale serve auch von unterwegs immer erreichbar. Es hat inzwischen zahlreiche neue Funktionen (Health-Checks usw.) erhalten. Es gibt viele ähnliche Dashboards, Dashy hat mir aber immer am meisten zugesagt und es sieht auch ziemlich schick aus 😎 Die Entwicklerin ist ausserdem sehr nett und man hat bei Nachfragen gute Chancen, daß ein Featurerequest (sofern sinnvoll) von ihr zeitnah implementiert wird. Schön, daß es solche Leute noch gibt und daher eines der wenigen Projekte für das ich bereits mehrmals gespendet habe und es auch zukünftig tun werde.













